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IST DER WELPE GUT SOZIALISIERT?
Spielen füllt bei Welpen noch einen großen Teil ihrer wachen Zeit. In einer Spielgruppe trifft Ihr Welpe annähernd gleichaltrige junge Hunde. Als Ersatz-Geschwister helfen sie ihm, sich soziale Fähigkeiten zu erwerben und diese dann in der stürmischen Junghundezeit weiter zu perfektionieren.
Wenn er in guten Welpenspielstunden die Chance hat, Hunde verschiedener Rasse kennenzulernen, kann er spielend üben, verschiedene Variationen der Hunde-Körpersprache zu verstehen und angemessen mit anderen Hunden umzugehen. Er schließt erste Freundschaften, lernt höfliche Umgangsformen ... kurz: ein wahrer Diplomat im Hundepelz entsteht. Aufmerksam beobachten und kontrollieren Trainer in einer guten Welpen-Spielgruppe wie geschulte Kindergarten-Tanten das fröhliche Spiel der Hunde-Kinder: ‚schön sprechen im Kindergarten' heisst die Devise. So lernen Welpen von klein auf, Rücksicht zu nehmen und gekonnt mit Hunden vieler Rassen umzugehen.
(Richtig) Lernen von Anfang an Das erreicht man durch Lernen! Der Hund verändert dabei sein angeborenes Verhalten, damit er mit verschiedenen Situationen gut zurechtkommt. Ein wenig von dieser Anpassungsfähigkeit behält er lebenslang. Das macht es uns ja erst möglich, ihn zu 'erziehen': wir zeigen ihm konsequent, welches Verhalten ihm Erfolg bringt und welches Verhalten sich für ihn nicht lohnt. Die Natur hat bei ihm die frühe Jugendzeit dafür bestimmt, sich optimal auf sein späteres Leben vorzubereiten. Hier genügen z.B. dem 6-7 Wochen alten Welpen wenige Erlebnisse, um sich an Autos zu gewöhnen, von seiner Mutter 'Ruhig-sein' zu lernen und vieles, vieles mehr. Gerade als Welpe lernen Hunde die Grundlagen für alles, was sie später brauchen.
Drei Aspekte spielen dabei eine Rolle: Sie lernen •Verständigung mit anderen Hunden (Sozialisierung für geschickten, höflichen Umgang mit Hunden)
Sozialisierung als Hund:
Hunde-Welpen lernen zuerst mit Hilfe ihrer Mutter und ihrer Geschwister, wie man sich mit anderen verständigt. Später kommt neues Wissen dazu: sie lernen, daß man das auch tun kann, wenn der andere ganz anders aussieht, ganz anders reagiert als man selbst: was Mami toleriert, mag Papi gar nicht, dafür ist der Nachbarshund besonders geduldig, wenn der knurrt, kann man mit ihm wunderbar 'Kampf' spielen ...
Unser erstes und ältestes Haustier, der Hund, wird in den unterschiedlichsten Formen und Grössen gezüchtet. Welpen - einander zuerst noch recht ähnlich - wachsen bald zu sehr unterschiedlichen jungen Hunden heran. Wie schön, wenn sie inzwischen lernen konnten, Hundekörpersprache auch dann zu verstehen und zu sprechen, wenn dieser Körper unter üppigem Fell verborgen liegt und wie man mit einem Freund spielt, der deutlich kleiner oder grösser ist und noch vieles mehr! Gute Welpenspielgruppen geben Ihrem Welpen reichlich Gelegenheit dazu, im von den Trainern kontrollierten Spiel einzuüben, wie man mit anderen Hunden umgeht.
Sozialisierung mit Menschen:
Bei jeder einzelnen Situation merkt sich ein Welpe, welche Aktion ihn dabei erfolgreich macht. Er übt z.B. Stufen zu erklimmen und lernt dabei angemessene Vorsicht vor Höhen, er darf vielleicht mit seiner Mutter schon kleine Ausflüge machen, bekommt bei kleinen Abenteuern Zuversicht: wir schaffen das schon. Auch später bei Ihnen lernt er intensiv weiter, probiert aus, was ihm Erfolg verspricht: kräftig Ziehen an der Leine bringt ihn zu interessanten Gerüchen? Schön, und schon ist 'Ziehen' als 'Super! So geht das!' im Hundegedächtnis verankert. Winseln und Bellen bringt dem Welpen prompt Aufmerksamkeit - und schon wieder hat er etwas gelernt ... Wissen um das Lernen von Hunden hilft uns, unseren Welpen so zu schulen, daß er sich zwanglos zum angenehmen Begleiter entwickelt - und sich von Anfang an auskennt und wohlfühlt dabei! Der Welpe lernt bereits in frühester Jugend, wie seine zwei- und vierbeinigen Familie reagiert, lernt beim spielerischen Zufassen, wieviel davon der Spielpartner toleriert: die wichtige Beiß-Hemmung gegenüber Familien-Angehörigen - zwei- und vierbeinigen - entsteht jetzt!: Jetzt lernt er bereits, die angeborene 'Hunde-Begrüßung' - das Anspringen - im Kontakt mit Menschen durch zivilisiertere Übungen zu ersetzen, was die Reinigungskosten deutlich verringern hilft. Er begreift auch rasch, daß Menschen sehr unterschiedlich aussehen können, buntes 'Fell' und manchmal sogar drei Beine, Räder und insgesamt sehr seltsame Bewegungen haben können. Sie können sich freuen: der so sozialisierte Welpe wird Uniformträger, vorsichtig mit Stock Gehende, Radfahrer und vieles mehr später nie mehr beunruhigend finden.
Gewöhnung an die Umwelt - Habituation: Glücklich der Welpe, der bereits beim Züchter viele Umwelt-Erfahrungen sammeln durfte: kleine Spaziergänge, einen sicher eingezäunten Spielgarten neben einer Straße, erste kurze Autofahrten und noch vieles mehr. So eine Früh-Förderung ist wichtig, denn nur wenige Wochen stehen uns zur Verfügung, bis unser Welpe schon etwa ab der 7.(!) Lebenswoche damit beginnt, alles Neue, bis dahin noch Unbekannte mit wöchentlich immer grösser werdenden Misstrauen zu betrachten. Es eilt deshalb: möglichst rasch sollten Sie Ihren neu erworbenen Welpen in wohldosierten Portionen mit allen für ihn noch neuen Situationen bekannt machen. Besondere Vorsicht ist anzuraten, wenn sich die Umwelt, in der ein Welpe die ersten Wochen oder gar Monate gelebt hat, sehr von der unterscheidet, in der er sich später bei Ihnen zurechtfinden soll. Dann mag es sinnvoll sein, ihn schon möglichst jung zu sich zu holen, obwohl er in dieser Phase eigentlich noch viel von seiner Mutter und den Geschwistern lernen könnte.
Das erlebt mein Welpe in einer Welpen-Spielgruppe:
In den ersten Lebenswochen - und nur jetzt - hat das Hundegehirn die Fähigkeit zu generalisieren: der Welpe hört den Staubsauger, ein paar Autogeräusche, einen Bus und fährt kurz mit der Straßenbahn und nimmt später auch den Lärm eines Düsenjets gelassen hin: 'Ach, vermutlich wieder nur so eine komische 'Menschen-Maschine' mag er sich wohl denken. Er lernt Menschen mit Hut und am Stock gehend, Kinder verschiedenen Alters, laute und leise kennen... der Besuch von Tante Emma mit Familie wird ihn dann später kaum mehr erschüttern können.
Das können Sie für Ihren Welpen durch den Besuch einer guten Welpenspielgruppe erreichen: Auch Menschen gegenüber hat ein richtig geschulter Welpe schon früh höfliche Umgangsformen geübt, er weiss z.B., daß man Zweibeiner anders begrüsst, als Vierbeiner. Wir begegnen einem Hund wie 'Moritz', der sich auf unser gespielt erschrockenes 'Huch, ist das ein großer Hund!' unaufgefordert ruhig neben seinen Besitzer setzt, wie er es als Welpe gelernt hat: ein Traumhund! Jede Minute, die Sie gezielt der Frühförderung Ihres Welpen widmen, macht sich für Sie und ihn später vielfach bezahlt. Sie spart Ihnen später viele Stunden geduldig-langsamer Gewöhnung an verschiedene Situationen: Die Zeit der Generalisierung, in der ein Welpe sich mit wenigen Erlebnissen Sicherheit für's Leben erwerben kann, ist rasch vorbei: rechtzeitige Aktivität jetzt erspart Ihnen später manch stressiges Erlebnis! Ermöglichen Sie Ihrem Welpen eine stressarme und erfolgreiche Zukunft, investieren Sie in die kurzen 'einprägsamen' Wochen seiner frühen Jugend: nehmen Sie sich jetzt Zeit für seine altersgerechte Früh-Förderung!
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Sozialisierung mit anderen Hunde-Rassen


